Timetable

180816 TagesstrukturKlimaCamp 1

Mittwoch 5.9.

  Zirkuszelt Zelt 1 Zelt 2 Zelt 3 Zelt 4
15:30 - 16:30 Uhr Willkommensplenum - - - -
20:00 - 22:00 Uhr Asyl-Monologe - dokumentarisches Theater und Publikumsgespräch - - - -

Donnerstag 6.9.

  Zirkuszelt Zelt 1 Zelt 2 Zelt 3 Zelt 4 Kinderprogramm Aktionszelt
10:00 - 12:00 Uhr Anti-Atom vs. Anti-Kohle - Aktionsformen im Vergleich Elektro-PKW als Teil der aktuellen Krise der Mobilität Frauenorganisierung und Ökologie in Rojava Fliegen auf Kosten Anderer - Die Erzählung vom grünen Fliegen Klimawandel: Folgen, Ursachen und Handlungsmöglichkeiten

Eine Welt voller Plastik

29++Klimabildung am Klimacamp München 2018

Rechtshilfe
14:00 - 15:30 Uhr Autoland bald abgebrannt? Vom Nulltarif zur Klimawende!

Widerstand im Hambacher Forst

Von Captain Blaubär zu Captain Hook - Wenn aus Werten Zahlen werden Ultrafeinstaub in der Flughafenregion München 29++Klimabildung am Klimacamp München 2018 -
15:30 - 17:00 Uhr Autoland bald abgebrannt? Aktionen für die Verkehrswende Vom Volksentscheid Fahrrad zum Mobilitätsgesetz für Berlin Tierproduktion und Klimagerechtigkeit Wechselwirkungen von Landwirtschaft und Klimawandel 29++Klimabildung am Klimacamp München 2018 -
17:00 - 18:00 Uhr Aktionsplenum "Ende Geländewagen!" - - - - - -
20:00 - 22:00 Uhr Filmscreening “Brand 1” - - - - - -

Freitag 7.9.

  Zirkuszelt Zelt 1 Zelt 2 Zelt 3 Zelt 4 Kinderprogramm Wiese
10:00 - 12:00 Uhr Kommunikationsguerilla Klimaschutz im Kapitalismus - Ein (un)mögliches Unterfangen? - Konflikte durch Klimawandel - Konfrontation oder Kooperation Vorbereitungsworkshop: Wir gestalten die Mobilitätswende! Hindernisse - Potenziale - Chancen

Eine Welt voller Plastik

Blütenseife, Samenkugeln, PET-Flaschen begrünen

-
14:00 - 15:30 Uhr Vom Wissen zum Handeln: Wir machen politische Bildungsarbeit Geteilte E-Lasträder und E-Autos mit Mieterstrom - So kanns gehen Widerstand gegen die A143 – seit 28 Jahren Widerstand gegen die 3. Piste in Wien Vorbereitungsworkshop: Wir gestalten die Mobilitätswende! Hindernisse - Potenziale - Chancen

Schatzkammer Regenwald - Regenwaldschutz ist Klimaschutz!

Blütenseife, Samenkugeln, PET-Flaschen begrünen

Aktionstraining
15:30 - 17:00 Uhr Vom Wissen zum Handeln: Wir machen politische Bildungsarbeit Bürgerentscheid hintergehen? Wir durchschauen euch! Ende Legende - Wann kommt der Autoausstieg? Erfolgreicher Widerstand gegen eine 3. Startbahn in München Vorbereitungsworkshop: Wir gestalten die Mobilitätswende! Hindernisse - Potenziale - Chancen

Schatzkammer Regenwald - Regenwaldschutz ist Klimaschutz!

Blütenseife, Samenkugeln, PET-Flaschen begrünen

Aktionstraining
17:00 - 18:30 Uhr Aktionsplenum "Ende Geländewagen!" - - - - - -
20:00 - 22:00 Uhr Podiumsdiskussion: Wir gestalten die Mobilitätswende! Hindernisse - Potenziale - Chancen - - - -  - -

 

Samstag 8.9.

  Zirkuszelt Zelt 1 Zelt 2 Zelt 3 Zelt 4 Kinderprogramm
- Kein Workshop Programm - - - - -
20:00 Uhr Party - - - - -

 

Sonntag 9.9.

  Zirkuszelt Zelt 1 Zelt 2 Zelt 3 Zelt 4 Kinderprogramm
10:00 - 10:45 Uhr Abschlussplenum - - - - -
11:00 - 16:00 Uhr Vernetzungstreffen Verkehrswendeaktionen - - - - -

 


Mittwoch 5.9.

Asyl-Monologe - dokumentarisches Theater und Publikumsgespräch

20:00 Uhr Zirkuszelt Bühne für Menschenrechte

Klimagerechtigkeit lässt sich nicht mit geschlossenen Grenzen und einem
ausgehöhlten Asylrecht denken.

Die Asyl–Monologe erzählen von Ali aus Togo, von Freunden liebevoll
„Präsident“ genannt, Felleke aus Äthiopien, der erst willensstark
Abschiebeversuche verhindern muss, um dann einen Menschenrechtspreis
überreicht zu bekommen, und Safiye, die nach Jahren der Haft in der
Türkei und einer absurden Asylablehnung sich für das Lebensbejahenste
überhaupt entscheidet: sie schenkt einem Sohn und einer Tochter das Leben.

Dem dokumentarischen Theater schließt sich ein Publikumsgespräch,
moderiert von Narges Nasimi, an. Expert*innen können hier Ihre Fragen
beantworten. Resty Nsubuga ist aktiv bei Beyond Color und LeTRa. Hierin versucht sie als
Person mit Flucht- und Rassismuserfahrung vorallem die Queere Community
bewusst und inklusiv gegenüber Schwarzen Menschen, Personen of Color und
deren Erfahrungen zu gestalten. Moustapha Biaye setzt sich in Form von
politischem Protest und politischer Asylbegleitung auf den Straßen sowie
in den AnkER-Zentren für Bleiberecht und gegen Rassismus ein.

Für weitere Informationen: http://buehne-fuer-menschenrechte.de/
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=J1pyhkOnh48

Donnerstag 6.9.

Anti-Atom vs. Anti-Kohle - Aktionsformen im Vergleich

10:00 Uhr Zirkuszelt Helge Bauer

Die seit über 50 Jahren in Deutschland aktive Anti-Atom-Bewegung steht wie kaum eine andere Bewegung für eine Protest-Erfolgsgeschichte. So heterogen ihre Anhänger*innen immer waren und auch heute noch sind, so vielfälltig sind auch von ihrem Beginn an die praktizierten Aktionsformen. Die Klima- und Anti-Kohle-Bewegung gilt hingegen als recht jung und frisch. Sie hat bereits einige ihrer Aktionsformen aus dem Anti-Atom-Protest übernommen, entwickelte sie teilweise weiter, aber schaffte auch ganz neue Wege der Intervention. Wir beleuchten und vergleichen unterhaltsam die Aktionsformen-Spektren beider Bewegungen mit Hilfe von kurzen Videos und Bildern, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Dabei soll für viele "Neee, was es alles gibt!"-Momente gesorgt werden, aber auch Platz für Diskussion und zur praktischen Ideenfindung für zukünftige Aktionen gegeben werden.

Elektro-PKW als Teil der aktuellen Krise der Mobilität

10:00 Uhr Zelt 1 Anne Glatt

Entgegen den vielfältigen Beteuerungen, mit der Elektromobilität erlebe das Automobil eine Vitalisierung als markantes Aushängeschild des Wohlstandswachstums und leiste einen entscheidenden Beitrag zur Entschärfung der Klimakrise und der Luftverschmutzung, stellt der bekannte Verkehrsexperte und Autor des isw-Reports zu diesem Thema Winfried Wolf fest:
Straßen- und Luftverkehr sind zunehmend der entscheidende Treiber der Klimaerwärmung. Das Elektro-Auto in seiner jetzigen Auslegung trägt nicht zur Entschärfung der Klimakrise bei. Die Klimaziele im Verkehrsbereich sind auch über einen zunehmenden Anteil an Elektro-Pkw nicht zu erreichen. Desweiteren ist die Elektrifizierung des Autoverkehrs keine geeignete Maßnahme, um die lebensbedrohlichen Luftverunreinigungen und verkehrstechnisch bedingten Lebenseinschränkungen in den Städten zurückzudrängen.
Winfried Wolf setzt sich kritisch mit dem Thema auseinander und schreibt von der „dreifachen Krise der motorisierten Mobilität“: Klimakrise, Krise der Städte, Dieselgate. Er fordert eine grundsätzliche Verkehrswende mit dem Ziel, die bestehende Verkehrsmarktordnung, die massiv die Verkehrsarten Luftverkehr, Straßenverkehr und Schifffahrt fördert, neu zu ordnen. Dabei skizziert er in 12 Aspekten, wie eine echte Verkehrswende gelingen kann. Winfried Wolfs Ausführungen hören wir in einem Zusammenschnitt eines Radiobeitrags, der auf Radio Lora ausgestrahlt und von Helmut Selinger moderiert wurde. Im Anschluss werden wir das Thema in einer Diskussionsrunde erörtern.

Frauenorganisierung und Ökologie in Rojava

10:00 Uhr Zelt 2 Ruken - Wjar Stiftung Freie Frau Rojava

Die Frauen spielen beim Aufbau einer neuen Gesellschaft in Rojava eine wichtige Rolle. Ruken berichtet über die Frauenrechte und Strukturen im Modell des demokratischen Konföderalismus und über ihre ökologischen Projekte. Sie beleuchtet die Rolle der Türkei, die mit der Besetzung von Afrin die Ausstrahlung diese Gesellschaftsmodell verhindern will.

Fliegen auf Kosten Anderer - Die Erzählung vom grünen Fliegen

10:00 Uhr Zelt 3 Laura Machler - Am Boden Bleiben

Bisher trauen sich nur wenige zivilgesellschaftliche Organisationen an das Thema Flugverkehr heran. Selbst bei Umweltorganisationen bleibt Flugverkehr weiterhin oft ein blinder Fleck, manche unterstützen gar das Greenwashing der Industrie. Und auch in der globalisierungskritischen, ökologischen Szene wird Fliegen nicht ausreichend hinterfragt. Es verspricht Vernetztheit, Freiheit, Flexibilität – einen kosmopolitischen, coolen Lebensstil. Wer auf die Auswirkungen des Fliegens auf das Klima hinweist, wird zum Spielverderber. Dieses Tabu muss endlich gebrochen werden! Aus diesem Grund haben wir vor Kurzem die Gruppe „Am Boden bleiben“ gegründet. Durch das Aufzeigen der Konflikte und Ungerechtigkeiten rund ums Fliegen und Flughäfen möchten wir das rapide Wachstum des Flugverkehrs im öffentlichen Diskurs problematisieren und das gegenwärtige Mobilitätsideal hinterfragen. Unsere Strategie zielt aber nicht vorrangig auf Schuldzuweisungen und individuelle Verhaltensänderung ab sondern auf politische Lösungen. Nach einer Einführung in die Problematik und einer kurzen Vorstellung von Am Boden bleiben, als Mitglied des internationalen Netzwerks Stay Grounded, wollen wir in diesem Workshop dessen Positionen und Forderungen diskutieren und über aktivistische Strategien gegen die Flugindustrie nachdenken.

Klimawandel: Folgen, Ursachen und Handlungsmöglichkeiten

10:00 Uhr Zelt 4 Leonhard Balz - Greenpeace

Dass der Klimawandel eine schlimme Sache ist, wissen wir genau. In dem Vortrag wird das Thema Klimawandel allgemein behandelt. Dabei werden Folgen, Ursachen und Handlungsansätze besprochen.

Rechtshilfe

10:00 Uhr Aktionszelt Ende Gelände München

Es soll zur Vorbereitung auf den Samstag die Möglichkeit geben, Menschen über etwaige Rechtsfragen aufzuklären und Fragen zu beantworten.

Autoland bald abgebrannt?

14:00 Uhr Zirkuszelt Tadzio Müller - Rosa Luxemburg Stiftung

Der Dieselskandal hat gezeigt: die Autoindustrie ist ein mafiöser Zusammenhang, der – ausgestattet mit politischer und rechtlicher Protektion, um die sie Al Capone beneiden würde – den Tod zehntausender Menschen billigend inkauf nimmt, um die eigenen Profite zu schonen. Wir werden: den deutschen Autosektor als zentralen Produzenten von Umweltungerechtigkeit analysieren; zeigen, dass soziale Bewegung das Einzige ist, was dagegen effektiv sein kann; aktivistische Strategien gegen das Auto diskutieren.

Vom Nulltarif zur Klimawende!

14:00 Uhr Zelt 1 Michael Heldt - Initiative Nahverkehr für Alle

In diesem Workshop soll es um die Potentiale regionaler Organisierung am Beispiel des Kampfs um den Nulltarif im Nahverkehr gehen. Was braucht man, um eine Gruppe zusammenzubringen, zu stabilisieren und die Arbeit auf- und auszubauen. Wir versuchen eine Start-Up Einführung zu geben, so dass jede*r zu Hause direkt loslegen kann. Es geht um die blutige Praxis und die Momente die uns das Funkeln in die Augen zaubern!

Widerstand im Hambacher Forst

14:00 Uhr Zelt 2 N.N.

Aktuelle Lage und Bericht zum Widerstand im Hambacher Forst.

Ultrafeinstaub in der Flughafenregion München

14:00 Uhr Zelt 4 Oswald Rottmann - Bürgerverein Freising zur Vermeidung von Lärm- und Schadstoffbelastungen e.V.

Während Stickoxide derzeit in aller Munde sind, kümmern sich die wenigsten um Feinstaub und nahezu keiner um die Ultrafeinstaubpartikel (UFP). Dabei sind gerade die UFP in den Flughafenregionen das größte Problem, wenn es um saubere Atemluft geht. Am Flughafen München beispielsweise werden täglich über 500.000 Liter Kerosin auf den Vorfeldern und Rollbahnen verbrannt. Flugzeuge emittieren fast ausschließlich Ultrafeinstaub, der in den obligatorischen PM10- und PM2,5-Feinstaubmessungen nicht erfasst wird. UFP entstehen somit ständig unbemerkt und in riesigen Mengen.
Je nach Windrichtung werden die UFP aufgrund ihrer extrem langsamen Sinkgeschwindigkeit kilometerweit ins Umland verfrachtet. So lässt sich noch 16 Kilometer vom Flughafen der 5-6fache Wert der Normalkonzentration nachweisen. Im Abwind des Flughafens bestehen die UFP  aus giftigen Stoffen aus der Kerosinverbrennung samt der Additive. In vielen medizinischen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass die UFP gesundheitsschädlich sind. Die Gesundheitsbelastung in der Flughafenregion kann mangels geeigneter Abgas-Nachbehandlung nur durch Vermeidung von unnötigen Flügen gesenkt werden.

Von Captain Blaubär zu Captain Hook - Wenn aus Werten Zahlen werden

14:00 Uhr Zelt 5 Annalena Bürk & Dominik Reisinger - Sea Eye & Seebrücke München

Das Mittelmeer ist ein Massengrab für viele Menschen, die nach Europa kommen wollen. Europa schaut nicht mehr nur tatenlos zu, jetzt wird die eigen initiale Seenotrettung auch noch kriminalisiert. Aktive Sterbehilfe in grausam passiver Form. Was gerade (nicht) passiert und passieren könnte – im Mittelmeerraum und in Deutschland; darüber soll gesprochen werden in diesem Workshop.

Aktionen für die Verkehrswende

15:30 Uhr Zelt 1 Jörg Bergstedt - Projektwerkstatt Saasen

Der Workshop zeigt und erklärt die wichtigsten Säulen einer Verkehrswende wie Nulltarif und Fahrradstraßen. Es geht um deren Wirkung, Möglichkeiten und Finanzierung. Hauptteil sind Aktionsideen, sie durchzusetzen: Aktionsschwarzfahren, Kommunikationsguerilla, Fahrradaktionen, Aufmalen von Fahrradspuren, alltägliche Kleinblockaden. Eine große Idee für die Zukunft ist, mal eine ausgewählte Stadt einen Tag autofrei zu blockieren. Am Ende kann eine Übungsaktionsschwarzfahrt stehen.

Tierproduktion und Klimagerechtigkeit

15:30 Uhr Zelt 3 Karl - Animal-Climate-Action

Die Landwirtschaft zählt global wie lokal zu den wichtigen Verursachern des Klimwandels. Umgekehrt verändert der Klimawandel zunehmend die Bedingungen von Landwirtschaft und erzwingt Anpassungsmaßnahmen. Anders als andere Aspekte der modernen klimazerstörenden Produktion ist Landwirtschaft auch nicht einfach verzichtbar oder reduzierbar, denn Essen ist ein Grundbedürfnis und die Nahrungsmittelproduktion wird in den nächsten Jahrzehnten wachsen müssen, um eine zunehmende Weltbevölkerung mit Nahrung zu versorgen. Die Klimarelevanz der Landwirtschaft ist im öffentlichen Bewusstsein inzwischen ein Stück weit angekommen. Weniger gut angekommen – und weniger populär – ist die Einsicht, dass die durch Landwirtschaft verursachten Klimaschäden zu einem großen Teil auf die Tierproduktion zurückgehen. Bequeme Erzählungen von der ökologischen Unbedenklichkeit von Biofleisch und Biomilch oder der romantische Rekurs auf indigene Kulturen verstellen oft den Blick auf die wesentlichen Wirkzusammenhänge. Das Wachstum der Tierproduktionsbranche als “Veredelungsindustrie” stellt ein Musterbeispiel für profit- statt bedürfnisgetriebene kapitalistische Produktion dar. Dieser Branche ist es gelungen, Luxusprodukte für einen kleinen aber zahlungskräftigen Teil der Weltbevölkerung erfolgreich zu vermarkten und die Kosten in Form massiver Naturzerstörung zu externalisieren. Die in der Tierproduktion vorzufindende extreme Ausbeutung der Arbeiter*innen koinzidiert mit dem unermesslichen Leid der zum Produktionsmittel reduzierten Nutztiere.Der Vortrag wird ausführlich den Zusammenhang zwischen Tierproduktion und Klimawandel beleuchten und im Anschluss damit beginnen, die Tierproduktion gesellschaftspolitisch einzuordnen.

Vom Volksentscheid Fahrrad zum Mobilitätsgesetz für Berlin

15:30 Uhr Zelt 2 Lara Eckstein - ADFC Berlin & ADFC Bayern

"Wir wollen einfach endlich sicher Radfahren", dachte sich eine Handvoll Berliner*innen Anfang 2016 und startete die Initiative "Volksentscheid Fahrrad" mit 10 Zielen für bessere Radinfrastruktur und mehr Verkehrssicherheit. Dahinter stehen natürlich auch die großen Fragen: Wie können wir die Klimakrise aufhalten? Wie können wir die Luft in unserer Stadt sauber halten? Wie können wir den knapper werdenden Platz in der Stadt fair verteilen? Und nicht zuletzt: Wie können wir Verkehrsplanung demokratisch und partizipativ gestalten? Aus einer Handvoll wurden Hunderte, die sich ehrenamtlich engagierten, um die Initiative voranzubringen. Über 100.000 Unterschriften wurden innerhalb von dreieinhalb Wochen gesammelt, ein Riesenerfolg. Doch zum Volksentscheid ist es nicht gekommen: Stattdessen bot die im September 2016 neu gewählte rot-rot-grüne Regierung Berlins der Initiative an, gemeinsam ein Mobilitätsgesetz mit Radverkehrs-Teil zu erarbeiten. Das wurde Ende Juni 2018 im Abgeordnetenhaus beschlossen. Im Workshop soll nach einem kurzen Input gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert werden: Was bedeutet das Mobilitätsgesetz für Berlin und darüber hinaus? Was können andere Städte von diesem Beispiel lernen? Und was brauchen wir jetzt, damit die Verkehrswende gelingt?

Wechselwirkungen von Landwirtschaft und Klimawandel

15:30 Uhr Zelt 4 Joschua Wolf - Grüne Jugend/AK Grünere Hochschule

In einem Kurzvortrag werden zunächst die Zusammenhänge von Landwirtschaft und Klimawandel dargestellt. Dabei wird auch auf die momentane Situation, die "Hitzewelle" und deren Auswirkungen auf die Landwirtschaft eingegangen. Abschließend werden gemeinsam mögliche Lösungsansätze erarbeitet und diskutiert.

Eine Welt voller Plastik

10:00 Uhr Kinderzelt Melanie Eben - Naturweltweit/Bildung trifft Entwicklung

Mittlerweile finden wir überall auf unserer Welt Plastik. Warum ist das so und was macht das Plastik mit unserer Welt? Wir gehen auf Entdeckungsreise und überlegen uns zusammen, was wir gegen den Plastikmüll machen können. Dabei dürft ihr auch selber aktiv und kreativ werden und plastikfreie Produkte wie zum Beispiel Blütenseifen herstellen.

29++Klimabildung am Klimacamp München 2018

10:00 Uhr Aktionspavillion Birgit Meyer - Natur-Erlebniszentrum Burg Schwaneck

Am diesjährigen Klimacamp München beteiligt sich 29++/Kreisjugendring-München-Land zum Thema „Dicke Luft in München - wir tun was! 29++Klimabildung für ein gutes Stadtklima“ mit einer Mitmachaktion für Kinder und Jugendliche.
Unter dem Motto „Dicke Luft in München - wir tun was! 29++ Urban gardening und Co. für ein besseres Stadtklima“ können die großen und kleinen Besucher*innen gemeinsam mit uns ihre klimafreundliche Stadt planen und anschließend mit bienenfreundlichen Pflanzen in Form selbst gerollter Samenkugeln und mit geschöpftem Samen-Papier grüne Akzente in ihrem eigenen (zu grauen) Lebensumfeld setzen. Mit den kleinen, grünen Anregungen zum Verschenken soll auch der Gedanke der „grünen Stadt“ an Freunde und Bekannte weiter gegeben werden können. Zusätzlich wollen wir den Gedanken vom Grün mittels einer Begrünungsaktion von Paletten in die Köpfe bringen. Diese werden mit Sprühkreide-Graffiti schön gestaltet, bevor sie bepflanzt werden. Ziel der MitmachAktion ist, durch kreative Stadtbegrünung mit Blumen(wiesen) die Luft zu verbessern, Ideen für Begrünung auf wenig Raum zu liefern und durch Ressourcenschutz, Bienenschutz und Biodiversität eine klimafreundliche Stadtentwicklung anzuregen. Ergänzend dazu läuft die Aktion Klimaretter*innen in Aktion: Eine Spielgeschichte mit Aufgaben, die dann in der Erstellung von Samenkugeln endet. Hier wird Entstehung und Reduktion von CO2 thematisiert.

Aktionsplenum "Ende Geländewagen!"

17:00 Uhr Zirkuszelt Ende Gelände München"

Der Autoverkehr ist eine der Hauptursachen der globalen Klimakrise. Autokonzerne wie BMW machen ihre Gewinne auf Kosten von Umwelt, Gesundheit und Menschenleben - in Deutschland und weltweit.
Seit dem Dieselskandal ist klar: Die Politik weigert sich, die Verkehrswende einzuleiten. Auch in München, dem deutschen Spitzenreiter bei den Stickoxiden, bleibt die Stadt untätig.
Am Samstag, den 8. September 2018 nehmen wir daher den Schutz von Klima, Umwelt und Gesundheit selbst in die Hand.
Am globalen Aktionstag Rise for Climate werden wir mit einer Aktion zivilen Ungehorsams ein Zeichen für ein autofreies München setzen. Dabei werden wir mit unseren Körpern einen symbolischen Ort blockieren. Wir werden uns ruhig und besonnen verhalten, von uns wird keine Eskalation ausgehen, wir gefährden keine Menschen. Wir wollen eine Situation
schaffen, die für alle Teilnehmenden transparent ist und in der wir aufeinander achten und uns unterstützen.
Auch in Bezug auf den Verkehrssektor gilt: *Klimaschutz ist Handarbeit!

Filmscreening “Brand 1”

20:00 Uhr Zirkuszelt

Die Künstlerin Susanne Fasbender bereiste das Rheinische Braunkohlenrevier und schuf ein umfassendes Filmwerk, in dem sie die Zusammenhänge zwischen Rohstoffabbau, Landnahme, Wirtschaftswachstum und Klimakrise auf beeindruckende Weise analytisch zu fassen weiss. Sie versteht es, ihren subjektiven, unter dem Eindruck der drohenden Klimaentwicklungen durchaus emotionalen Blick künstlerisch mit einer Filmsprache zu vereinen, die den Film grundlegend unaufgeregt durchzieht. Der Zuschauer bekommt Gelegenheit, in die lokalen Gegebenheiten einzutauchen und dabei gleichzeitig den für industrielles Wachstum und ökologische Zerstörung exemplarischen Charakter nachzuvollziehen, da die Geschehnisse durchgehend von strukturell analytischen Interviews begleitet werden. Der Film lädt das Publikum geradezu dazu ein, sich aktiv an einem für die Zukunft von Mensch und Natur unerläßlichen zivilgesellschaftlichen Diskurs zu beteiligen. Der Film ist Teil einer Trilogie über Fossiles Wirtschaften, Braunkohle, Klimapolitik und den Widerstand im Rheinischen Revier.

 

Freitag 7.9.

Kommunikationsguerilla

10:00 Uhr Zirkuszelt Helge Bauer

Werbebotschaften überschwemmen unser tägliches Leben, ob als Plakat, Internetvideo, Zeitungsanzeige… Wie kann ich diese Botschaften verändern, um sie für Kritik und Protest zu nutzen und somit einen Teil dieses öffentlichen Raumes zurückerobern? Welche anderen Arten von Kommunikation bieten sich zum Kapern an? Wie sieht die Rechtslage dabei aus?

Klimaschutz im Kapitalismus - Ein (un)mögliches Unterfangen?

10:00 Uhr Zelt 1 Paula & Friedrich - Kampagne gegen Tierfabriken

„Die kapitalistische Produktion entwickelt […] die Technik und die Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen allen Reichtums untergräbt. Die Erde und den Arbeiter.“ Karl Marx Verschwundene Inseln, verstärkt auftretende Wirbelstürme, Starkregen, Dürren, über 50 Millionen Menschen, die sich vor den Auswirkungen des Klimawandels auf der Flucht befinden – die Auswirkungen des Klimawandels sind für Menschen, Tiere und Umwelt katastrophal. Daher besteht die dringende Notwendigkeit, etwas dagegen zu tun. 2015 haben sich fast alle Regierungen der Welt in Paris darauf geeinigt, dass sich das Klima bis 2050 nicht mehr als 2 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erhitzen darf. Alle Regierungsvertreter*innen haben sich dazu verpflichtet, konkrete Klimaschutzpläne zu entwickeln, mit deren Hilfe sie dieses Ziel erreichen werden. Seitdem ist nicht viel passiert. Im Gegenteil – Kohleminen werden weiterhin ausgebaut, Autobahnen und Flughäfen vergrößert und Tierfabriken erweitert. In dem Vortrag wollen wir der These nachgehen und gemeinsam diskutieren, dass wirksame Klimaschutzpläne im Widerspruch zur kapitalistischen Produktion stehen und dass die Überwindung des Kapitalismus eine Voraussetzung zum Erhalt des Lebens auf der Erde ist.

Konflikte durch Klimawandel - Konfrontation oder Kooperation

10:00 Uhr Zelt 3 Heinz Staudacher - Friedensbündnis München

Die Beschreibung möglicher Folgen des Klimawandels soll in einer kurzen Einführung erfolgen. In der Diskussion können wir miteinander erörtern, wie wir durch unser privates und politisches Verhalten auf die zu erwartenden Veränderungen eingehen und Vermeidungsstrategien für die Zukunft fordern und fördern können. Wie wollen wir mit den Konflikten in Folge der Klimaänderung und deren Gewaltpotential umgehen? Mit machtpolitischer Konfrontation oder mit kooperativen Maßnahmen?

Vorbereitungsworkshop: Wir gestalten die Mobilitätswende! Hindernisse - Potenziale - Chancen

10:00 Uhr Zelt 4 N.N. - Klimacamp München

Der ganztägige Workshop (10-12 und 14-17 Uhr) bietet die Möglichkeit, gemeinsam Handlungsfelder und Ideen zu erarbeiten, wie die Verkehrswende in München gelingen kann. Dabei können auch überregionale Themen und Ansätze aus anderen Städten vorgestellt werden. Nicht zuletzt soll auch die Rolle von Sozialen Bewegungen und bürgerschaftlichem Engagement in diesem Prozess reflektiert werden. Es soll ein Transfer und eine Fokussierung auf die Verhältnisse vor Ort in München stattfinden, um die lokale Bewegung mit Handlungsfeldern und Ideen zu versorgen. Ein*e Teilnemer*in des Workshops hat die Möglichkeit, an der anschließenden Podiumsdiskussion (ab 20 Uhr) teilzunehmen und die Ergebnisse des Workshops auf dem Podium vorzustellen.

WICHTIGE INFORMATIONEN ZUR TEILNAHME:

  1. Die Teilnehmer*innenanzahl ist beschränkt auf 20 Menschen.
    Um eine angemessene Vorbereitung des Workshops zu gewährleisten, ist eine formlose Anmeldung notwendig.
    Diese bitte bis zum 1. September an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken.
  2. Außerdem ist es uns wichtig, dass die Teilnehmenden den ganzen Tag an dem Workshop teilnehmen, ein "on" - "off" Modus wollen wir unbedingt vermeiden. Auch ein spontanes "reinschuppern" wird in diesem Workshop nicht möglich sein.
    Wir sind der Meinung, dass nur auf diese Art eine wirkliche produktive und konstruktive Arbeitsathmophäre zu gewährleisten ist und bitten diesbezüglich um euer Verständnis.
  3. Eine Expertise zu dem Thema Mobilität ist nicht notwendig. Der Workshop ist offen für alle Interessierten. Dennoch richtet sich das Angebot auch direkt an Akteure, die selbst bereits in dem Bereich nachhaltige Mobilität wirken und wertvolle Erfahrungen mitbringen.

Vom Wissen zum Handeln: Wir machen politische Bildungsarbeit

14:00 Uhr Zirkuszelt Josephine Eberhardt & Veronika Reiser - Commit München e.V.

Wir begeben uns in den Spannungszustand von Aktivismus und politischer Bildungsarbeit und wollen unserer Handlungsmacht auf die Spur kommen: Wie beeinflussen wir mit politischer Bildungsarbeit den inneren (individuellen) und äußeren (gesellschaftlichen) Wandel und kommen vom Wissen ins Handeln? Wie können wir das Unbequeme, das Kritische als ständigen Prozess aushalten? Im Workshop erwarten uns Perspektivwechsel, Erfahrungsaustausch und freies Experimentieren mit Methoden aus der globalpolitischen Bildungsarbeit.

Geteilte E-Lasträder und E-Autos mit Mieterstrom - So kann's gehen

14:00 Uhr Zelt 1  Michael Schabl & Justus Schütze - Isarwatt eG & BUZZN

Was wünscht ihr euch, um im Alltag einen Beitrag zur Energie- und Mobilitätswende leisten zu können? Ist die zentrale Frage, mit der die Teilnehmer*innen sich einbringen können aber auch aufgedeckt werden kann, was aktuell noch für viele fehlt. Ist ein Konzept, wie die Isarwatt eine Lösung oder was kann noch besser gemacht werden? Wir haben die Energiegenossenschaft Isarwatt eG gegründet und erstellen alternative Mobilitätslösungen und Stromerzeugungsanlagen, um auch Mieter lokal und nachhaltig vor Ort zu versorgen. Strom geben, nehmen und Fahrzeuge teilen - gemeinsam geht immer mehr - mit weniger Verbrauch und mehr Möglichkeiten.

Widerstand gegen die 3. Piste in Wien

14:00 Uhr Zelt 3  Mira - System Change, not Climate Change!

Der Flughafenausbau in Wien Schwechat wurde in einem historischen Urteil aus Klimaschutzgründen untersagt! Mittlerweile wurde dieses Urteil wieder aufgehoben - erfahrt mehr über die Argumente der Gerichte und die Strategien von "System Change, not Climate Change!" (SCNCC). SCNCC verknüpft seit 2016 den lokalen Widerstand gegen die 3. Piste mit Fragen der Klimagerechtigkeit und dem globalen Problem des rasant wachsenden Flugverkehrs.

Widerstand gegen die A143 – seit 28 Jahren

14:00 Uhr Zelt 2  Conrad Kunze

Das letzte Stück der Autobahn 143 soll mehrere Naturschutzgebiete zerstören. Deshalb ist der Bau schon einmal vor Gericht gescheitert. Doch dieses Jahr ist der NABU als Kläger umgefallen, und nur eine private Klage steht noch zwischen Baubeginn 2019 und dutzenden bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Als die Autobahn am Reißbrett entstand dreht sich die Debatte um den Aufbau Ost und vom Klimawandel und Artensterben hatten die meisten noch nie gehört. Heute ist das anders, gleichwohl wird die Autobahn von Medien und Politik aggressiv und stumpfsinnig als alternativlose Heilsbringerin porträtiert. Vorgestellt wird die Geschichte des bislang erfolgreichen Widerstands und eine kleine Analyse der medialen Argumentationsmuster der Naturschutzblockierer.

Aktionstraining

14:00 Uhr Wiese  Martin - Skills4action

Wie verhalten wir uns auf Demos und in Aktionen? Mit welchen Repressionen müssen wir rechnen? Was können wir von einander lernen? Blockaden von Braunkohle-Baggern, Atomtransporten, Nazis, Gipfeln oder Autoverkehr, immer wieder nutzen wir Zivilen Ungehorsam als Aktionsmittel, darauf wollen wir uns gemeinsam vorbereiten. Das Training ist auch für aktionsunerfahrene Menschen geeignet - jede*r ist herzlich dazu eingeladen. Ziel des Trainings ist es, unsere gemeinsame Handlungsfähigkeit auf der Straße und dem freien Feld zu erhöhen. Viele Fragen, die uns in Vorbereitung auf Proteste und Aktionen immer wieder beschäftigen, zu besprechen. Denn bei verschärfter politischer Situation und steigender Repression gilt es handlungsfähig zu bleiben und selbstorganisierte Gegenstrategien zu entwickeln. Hier soll ein Raum geschaffen werden, um Wissen zu teilen, aufzufrischen und um uns zu vernetzen. Grundlegende Inhalte der Trainings sind: Das Durchfließen von Polizeiketten, verschiedene Blockadetechniken, der Umgang mit Ängsten und eigenen Grenzen, Überlegungen zu Zivilem Ungehorsam, Bezugsgruppen als Basis von Aktionen, Entscheidungsfindung in Stresssituationen und ein Erfahrungsaustauch zum Thema Repression.

Bürgerentscheid hintergehen? Wir durchschauen euch!

15:30 Uhr Zelt 1 Michael Schabl - Raus aus der Steinkohle!

Überblick über das Thema und den Bürgerentscheid über das Steinkohlekraftwerk in München. Was sollte und könnte von Stadt und Betreiber getan werden? Was wird getan, um die Umsetzung wieder scheinbar als unmöglich darzustellen, um länger Profit auf Kosten des Klimas zu machen? Was könnte die Klimabewegung in München tun, damit doch schnellstmöglich abgeschaltet wird?

Erfolgreicher Widerstand gegen eine 3. Startbahn in München

15:30 Uhr Zelt 3 Helga Stieglmeier - Aktionsbündnis AufgeMUCkt

Darstellung des bis jetzt jahrelangen erfolgreichen Widerstands, Info über die Planungen, unsere Argumente, unsere Aktionen und Erfolge, wo stehen wir heute.

Ende Legende - Wann kommt der Autoausstieg?

15:30 Uhr Zelt 2 Christiane & Christine - gegenstromberlin

Was kommt nach der Kohle? Der Atom- und auch der Kohleausstieg sind eingeläutet, doch die Klimakrise schreitet weiter voran. Gerade der Verkehrssektor trägt mit permanent steigenden CO_2 -Emissionen immer weiter und stärker dazu bei. Doch weder das noch der Dieselskandal können der Liebe der Deutschen zu ihrem Automobil etwas anhaben. Was kann das für uns bedeuten: Wie kann eine Massenaktion zivilen Ungehorsams konkret aussehen? Wo sind Stellschrauben und wo lässt sich
ansetzen? Wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Diese und weitere Fragen möchten wir mit euch gemeinsam erarbeiten und diskutieren.

Schatzkammer Regenwald - Regenwaldschutz ist Klimaschutz!

14:00 Uhr Kinderzelt Melanie Eben & Jutta Steigerwald - Naturweltweit/Bildung trifft Entwicklung

Gemeinsam begeben wir uns auf eine Reise zu den tropischen Regenwäldern der Erde. In verschiedenen Spielen finden wir heraus, welche Tiere und Pflanzen in tropischen Regenwäldern zuhause sind und am Beispiel der Kalapalo lernen wir die Lebensweise eines indigenen Volkes im tropischen Regenwald kennen. Auf unserer Reise entdecken wir, welche Produkte aus unserem Alltag aus Regenwäldern stammen und was unser Leben hier mit dem Regenwald und seiner Funktion für das Klima der Erde zu tun hat. Wir überlegen uns, wie wir selbst den Regenwald schützen und seine Bewohner*innen stärken können – und damit auch das ökologische und soziale Klima auf unserer Einen Erde. Dabei verwandeln wir uns mit Hilfe von Theaterschminke in Tiere und Indigene des Regenwalds und werden einen echten Regenwald-Tanz tanzen.

Blütenseife, Samenkugeln, PET-Flaschen begrünen

10:00 Uhr Aktionspavillion  Birgit Meyer - Natur-Erlebniszentrum Burg Schwaneck

Am diesjährigen Klimacamp München beteiligt sich 29++/Kreisjugendring-München-Land zum Thema „Dicke Luft in München - wir tun was! 29++Klimabildung für ein gutes Stadtklima“ mit einer Mitmachaktion für Kinder und Jugendliche.
Unter dem Motto „Dicke Luft in München - wir tun was! 29++ Urban gardening und Co. für ein besseres Stadtklima“ können die großen und kleinen Besucher*innen gemeinsam mit uns ihre klimafreundliche Stadt planen und anschließend mit bienenfreundlichen Pflanzen in Form selbst gerollter Samenkugeln und mit geschöpftem Samen-Papier grüne Akzente in ihrem eigenen (zu grauen) Lebensumfeld setzen. Mit den kleinen, grünen Anregungen zum Verschenken soll auch der Gedanke der „grünen Stadt“ an Freunde und Bekannte weiter gegeben werden können.  Zusätzlich wollen wir den Gedanken vom Grün mittels einer Begrünungsaktion von Paletten in die Köpfe bringen. Diese werden mit Sprühkreide-Graffiti schön gestaltet, bevor sie bepflanzt werden. Ziel der MitmachAktion ist, durch kreative Stadtbegrünung mit Blumen(wiesen) die Luft zu verbessern, Ideen für Begrünung auf wenig Raum zu liefern und durch Ressourcenschutz, Bienenschutz und Biodiversität eine klimafreundliche Stadtentwicklung anzuregen. Ergänzend dazu läuft die Aktion Klimaretter*innen in Aktion: Eine Spielgeschichte mit Aufgaben, die dann in der Erstellung von Samenkugeln endet. Hier wird Entstehung und Reduktion von CO2 thematisiert.

Podiumsdiskussion: Wir gestalten die Mobilitätswende! Hindernisse - Potenziale - Chancen

20:00 Uhr Zirkuszelt Klimacamp München

Im Rahmen der Podiumssdiskussion sollen die im vorausgegangenen Workshop erarbeiteten Ideen zu Hindernissen, Potenzialen und Chancen einer Mobilitätswende in München vorgestellt und diskutiert werden.
Die Gesprächspartner*innen auf dem Podium werden aber auch von ihren persönlichen Misserfolgen, Erfahrungen und Erfolgen berichten, um einen diversen Blick auf Potenziale und Grenzen zivilgesellschaftlichen Wirkens zu bekommen.
Durch die gemeinsame Potenzialanalse der vorgestellten Ideen für eine Mobilitätswende in München und die Reflexion der Handlungsmacht sozialer Bewegungen im Allgemeinen soll die Klimagerechtigkeitsbewegung in München gestärkt und neue Handlungsspielräume eröffnet werden.
Die Podiumsteilnehmer*innen sind:

  • Tadazio Müller (Energierefent Rosa Luxemburg Stiftung)
  • Maria Deingruber (ADFC)
  • Constantin Boes (Vertreteter der Initivative "Gärtnerplatz Fußgängerzone")
  • Ein*e Teilnehmer*in des vorausgegangenen Workshops "Wir gestalten die Moblitätswende!" (findet tagsüber am Freitag 7.9. statt)

Moderation: Franziska Buch (Umweltinstitut München e.V.)

 

Samstag 8.9.

Aktionen und Party!

 

Sonntag 9.9.

Vernetzungstreffen Verkehrswendeaktionen

11:00 Uhr Zirkuszelt Jörg Bergstedt u.a. - Projektwerkstatt Saasen u.a.

Wir laden zu einem überregionalen Vernetzungstreffen ein, um uns über das auszutauschen, was in verschiedenen Städten und Regionen läuft - und gemeinsame größere Kampagnen und Aktionen zu planen. Schaffen wir es, uns z.B. auf einen dezentralen Aktionstag oder die gemeinsame Blockade einer Stadt zur autofreien Stadt zu verabreden? Das Vernetzungstreffen ist offen für alle Camp-Teilnehmer*innen und Menschen, die dafür extra hinzukommen.