Campstruktur – Wie wollen wir uns auf dem Camp organisieren

Die Infrastruktur für das Klimacamp München wird von vielen Freiwilligen organisiert. Zelte, Waschstraßen, Sitzgelegenheiten und Co werden vor dem offiziellen Beginn des Klimacamps aufgebaut. Doch auch während des Camps müssen viele helfende Hände die Infrastruktur am Laufen halten.

Das Klimacamp München ist ein selbstverwaltetes und selbstorganisiertes Camp. Das bedeutet, dass wir die Zeit auf dem Camp alle gemeinsam gestalten. Vom Aufbau bis zum Küchenbetrieb, alle sind eingeladen, dafür zu sorgen, dass alle Anwesenden eine schöne Zeit auf dem Camp haben.

Jede*r kann sich hier nach eigenen Fähigkeiten, Vorlieben und eigenen Bedürfnissen in die Camp-Orga einbringen.

gelaendeplan 18 08 15

Das Info- & Mitmachzelt

Hier bekommst du Infos zur Campstruktur, dem Programm, dem Tagesablauf sowie wo und wie du bei diversen Aufgaben auf dem Camp unterstützen kannst. Es gibt viele Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen, viel zu lernen und sein Wissen und seine Fähigkeiten weiterzugeben: Sei es im „open space“ mit Ideen für Workshops, beim gemeinsamen Kochen, Abspülen, Kloputzen, Aufräumen, Müll entsorgen, bei der Nachtwache und vielem mehr. Informiert euch im Infozelt beim Infotisch/-Team, an der Infowand, oder fragt einfach andere Teilnehmende und tragt euch in die ausgehängten Listen an der Infowand ein.

Wir freuen uns über alle helfenden Hände!

Die Anmeldung

Im Infozelt wird es auch einen Anmeldetisch geben. Bitte meldet euch dort unbedingt an! Die Anmeldung erleichtert uns die Organisation des Camps, z. B. die Kochplanung und gibt uns die Möglichkeit, besser auf eure individuellen Bedürfnisse einzugehen. Die Anmeldung läuft anonym, es werden keine persönlichen Daten erhoben.

Schlafen auf dem Camp

Es gibt auf dem Camp eine abgesteckte Fläche, auf denen Zelte aufgestellt werden können. Wir bitten euch, den Schlafzelt-Bereich als Ruhebereich und nicht als Partybereich zu betrachten und in diesem Zusammenhang besonders achtsam miteinander umzugehen, damit sich alle wohlfühlen und wir ausgeschlafen und gut gelaunt an den spannenden Workshopangeboten und anderen Veranstaltungen teilnehmen können.

Dein finanzieller Beitrag beim Camp

Deine Teilnahme am Klimacamp soll nicht von deinem Geldbeutel abhängen. Deswegen haben wir uns dafür entschieden, keinen festen Campbeitrag zu erheben, sondern einen Richtwert für eine Spendenempfehlung von 5-10 Euro pro Person pro Tag anzugeben.

Jede*r gibt so viel, wie er*sie kann und mag. Wir freuen uns natürlich, wenn Personen mit einem größeren Budget etwas mehr spenden. Am Anmeldetisch findest du hierfür eine Spendenbox. Alle Einnahmen gehen in die Finanzierung des diesjährigen Camps. Denn der Campbeitrag refinanziert die Auslagen, die die Camp-Orga zuvor hatte (z. B. Platzmiete, Zelte, Komposttoiletten, Technik etc.).

An der Infowand findest du mehr Informationen darüber, welche Kosten bei diesem Camp entstehen und wie wir das Klimacamp München in diesem Jahr finanzieren. Ein bunt gebasteltes Spendenbarometer zeigt euch an, wie viel Geld wir bereits haben und was noch gebraucht wird.

Die Kochcrew

Wir haben eine Kochcrew auf dem Camp. Wir freuen uns sehr, dass diese uns verköstigt. Damit die Verpflegung von so vielen Teilnehmer*innen funktioniert, ist die Kochcrew aber auch darauf angewiesen, dass Leute in der Küche beim Schnibbeln mithelfen und abspülen.

Achtung: Die Beiträge für die Essensverpflegung auf dem Camp gehen in einen getrennten Spendentopf. Die Kochcrew hat selbst alles eingekauft und vorbereitet. Diese Kosten macht sie transparent und benötigt Spenden, um sie zu decken. Hierzu werden wir einen Spendenbeitrag pro Mahlzeit auf dem Camp angeben. Alle Gerichte werden vegan sein. Wir achten selbstverständlich darauf, uns alle möglichst regional, saisonal und biologisch zu versorgen.

Komposttoiletten

Auf dem Camp wird es neben einem Klowagen auch alternativ Komposttoiletten bzw. Trockentrenntoiletten von ÖKLO (http://oe-klo.de/) aus Crailsheim geben. Bei diesem System werden pro Klogang 3-6 Liter Wasser (Spülklo) und der Einsatz von Chemikalien (Dixi) vermieden. Bei Trockentrenntoiletten werden flüssige und feste Bestandteile getrennt. Dadurch können feste Bestandteile gut kompostiert werden. Mehr Infos unter http://oe-klo.de/naehrstoffrueckgewinnung. Beachtet bitte die Benutzungshinweise auf den Klos, damit diese reibungslos funktionieren!

Bitte achtet während des Camps auf Hygiene. Also ab zur Handwaschstation und Händewaschen sowie Desinfektion bitte nicht vergessen, denn wir sind zusammen auf engem Raum und nutzen viele Dinge (Toiletten, Duschen, Küche) gemeinschaftlich.

Duschen und Waschen

Wir werden auf der Campfläche zwei selbstgebaute Kübelduschen und Waschstationen zur Verfügung stellen. Hier bitten wir euch, beim Duschen und Waschen darauf zu achten, dass ihr ausschließlich Naturkosmetika, also Seifen, Zahnpasten, Duschgels etc. bestehend aus biologisch abbaubaren Inhalten, verwendet! Wir werden ein Kontingent an Naturseifen zur Verfügung stellen.

Zudem können wir zu bestimmten Zeiten auch die Sanitäranlagen des Sportzentrums Vaterstetten nutzen. Diese werden wir im Infozelt aushängen. Hier werden wir die Reinigung nach der Nutzung der WCs und Duschen gemeinschaftlich übernehmen und hierfür einen Putzplan aufstellen, in den sich jede*r am Infozelt eintragen kann.

Wasser zum Abfüllen

Zum Abfüllen von Wasser werden wir eine extra Zapfstelle einrichten. Nutzt bitte aus hygienischen Gründen diese und nicht die Waschstellen.

Internet auf dem Camp

Bitte stellt euch darauf ein, dass es kein freies W-Lan für alle geben wird. Internetzugang wird es im Presse- und Infozelt geben. Da das Camp aber nicht mitten im Nirgendwo stattfindet, solltet ihr einen guten Internetempfang auf euren Endgeräten haben.

Strom

Unseren Strom werden wir von den Gemeindewerken Vaterstetten beziehen. Die Gemeinde Vaterstetten macht sich hierbei stark für eine Energiewende (http://www.energiewende-vaterstetten.de/uns/index.html). Wie sich der Strommix der Gemeindewerke Vaterstetten zusammensetzt, werden wir auf dem Camp im Infozelt sichtbar machen. Einen Teil des auf dem Camp genutzten Stroms wollen wir über Solarzellen erzeugen. Dieser soll für die Handyladestation genutzt werden und kann nur begrenzt in Batterien gespeichert werden. Je nach Sonneneinstrahlungsintensität kann es zu Engpässen bei der Stromversorgung kommen. Helft also mit, den Strom dementsprechend zu nutzen und ladet euer Handy, wenn die Sonne scheint und wundert euch nicht, wenn die Handyladestelle, insbesondere nachts, zwischenzeitlich mal außer Betrieb ist.

Lastenräder

Für Transportfahrten wie z. B. Lebensmittelabholungen oder Gepäckshuttle stehen uns die Lastenräder Alois, Antje und Siggi der Initiative freie Lastenradler (https://www.freie-lastenradler.de) zur Verfügung. An dieser Stelle vielen Dank an diese großartige Unterstützung.Bitte informiert euch über den Gebrauch der Lastenräder im Infozelt.

Sanitätsdienst

Auf dem Klimacamp werden die Demosanis Muc unterstützt von anderen solidarischen Sanitäter*innen im Notfall professionelle Hilfe leisten können. Wir möchten gemeinschaftlich dafür Sorge tragen, dass das Klimacamp ein sicherer und geschützter Ort ist.
Die Demosanis Muc sind ein Zusammenschluss aus Einzelpersonen mit medizinisch-pflegerischem Hintergrund und haben sich zum Ziel gesetzt, eine bestmögliche Erstversorgung auf Demonstrationen und Veranstaltungen zu leisten.
Ihr Ziel ist es, alle Teilnehmer*innen dabei zu unterstützen, dass sie angstfrei demonstrieren können und sich im Zweifel auf eine medizinische Erstversorgung verlassen können (mehr dazu): http://demosanismuc.blogsport.de/)

Sicherheit & Nachtwache

Wir sind viele Menschen auf dem Camp, seid also wachsam und passt auf euch selbst und auf einander auf. Wir wollen ja alle eine schöne Zeit miteinander verbringen. Falls ihr doch erlebt, dass sich Menschen gewaltvoll gegenüber anderen verhalten, schaut nicht weg! Sprecht die Menschen an, bietet Unterstützung an, zeigt euch solidarisch! Wenn ihr keine Kraft dafür habt, sucht aktiv nach Menschen, die unterstützen können. Es wird während des Camps jede Nacht eine Nachtwache geben. Ihr seid herzlich eingeladen, Schichten zu übernehmen, fühlt euch verantwortlich dafür. Nach einer kurzen Einführung und mit einer kleinen Sicherheitsausrüstung kann jeder Mensch problemlos eine Nachtwache übernehmen.
Gleichwohl können wir nur dann wirklich „sicher“ sein, wenn wir alle achtsam im Umgang mit uns und anderen sind und Auffälligkeiten kommunizieren. Weitere Infos zur Nachtwache und dem Schichtplan, in den ihr euch eintragen könnt, wird es auf dem Camp im Infozelt geben!

Abbau

Am Ende des Camps haben wir alle hoffentlich viel gemeinsam erlebt und auf die Beine gestellt. Allerdings ist – auch wenn nach den intensiven Tagen des Austauschs und der Aktionen die Kraftreserven schon stark beansprucht wurden – noch einiges zu tun. Zelte und andere Infrastruktur müssen abgebaut und wieder an die Eigentümer*innen zurück gebracht werden etc. Je mehr Menschen wir hier sind, umso schneller geht der Abbau von statten und für jede*n einzelnen auch viel leichter. Somit die Bitte an euch, wenn ihr nach dem Camp noch nichts vorhabt, bleibt doch noch ein paar Tage und helft uns, die Wiese wieder sauber und aufgeräumt zu hinterlassen.
Jede helfende Hand ist hier willkommen!